Conergy Marathon Hamburg 2006

Der Marathon Hamburg, der in diesem Jahr erstmals den Namen Conergy Marathon Hamburg tragen wird, wurde von den Nutzern des Online-Portals www.marathon4you.de bundesweit zum Marathon des Jahres 2005 gewählt.

Hamburgs Race-Director Wolfram Götz zeigt sich gleichermaßen überrascht und erfreut. „Wir freuen uns sehr, dass damit unser Konzept, sowohl dem Breiten- als auch dem Spitzensport praktisch ein Qualitätsprodukt anzubieten, sehr eindrucksvoll bestätigt wird,“ so sein Statement.

Trotz dieser beeindruckenden Wahl zum Marathon des Jahres werde ich in Hamburg nicht mitlaufen. Nicht, weil ich diesen Marathon nicht mögen würde, sondern weil die Form momentan leider nicht mal einen zügigen 20km-Lauf hergibt.

Hamburg, meine Geburtsstadt, ist nach wie vor eine meiner Traum-Marathon-Locations.

Ich werde versuchen den Berlin-Marathon im September wieder mitzulaufen und dann evtl. Hamburg 2007 ins Auge fassen.

Berlin-Marathon 2005

Berlin-Marathon-1
Bombenwetter in Berlin. War sogar zu warm und zu stechend die Sonne. Aber hat einen Riesenspaß gemacht. Weil ich mit der Temperatur nicht gerechnet habe und eine meiner größten Befürchtungen war, zu wenig zu trinken hae ich reichlich zugegriffen. Ich musste sogar bei km 25 in die Büsche gehen um ein paar Becher Wasser wieder abzugeben.

Berlin-Marathon
Bei diesem Bild sieht man schon, dass der Körper nicht so ganz glücklich ist mit der Strapaze, die ihm bei einem Marathon zugemutet wird. Merken tut man das nicht, denn das Adrenalin übertönt alles. Habe sogar erst deutlich nach dem Lauf gemerkt, dass ein Schuh zu fest zugeschnürt war und somit die Zehen im linken Fuß eingeschlafen sind.

Berlin-Marathon
Dieses Bild muss so bei km 35 gewesen sein. Ab km 30 wurde es sauanstrengend. Ich habe vorher immernoch versucht eine Zeit unter 4:00 Stunden zu laufen, aber bei km 30 diesen Plan verworfen und bin deutlich langsamer geworden. Aber die Kilometer wurden unverhältnismäßig länger. Bei den ersten 20 km hat man sich eher erschrocken, dass schon wieder ein km vorbei war, oder man hat gar nicht jeden km mitbekommen. Ab km 30 rechnete ich nach jeder Kurve mit dem nächten Kilometer und wurde oft enttäuscht. Dass ich Geschwindigkeit rausgenommen habe hat sich als richtig erwiesen, denn die letzten 5 km waren an der Grenze und ab km 30 sind bestimmt 5 oder 6 Mitläufer mit denen ich schon seit einiger Zeit im Pulk gelaufen bin ausgestiegen (übergeben), umgefallen, oder haben sich bei einem Versorgungspunkt eine Sitzpause gegönnt.

Berlin Marathon Ziel
Im Ziel ist alles Spitze. Netto-Zeit war 4:19 Stunden (wir Anfänger sind ja etliche minuten nach den Profis und dem Start der Zeitnahme auf die Strecke geschickt worden). Das Einzige, was etwas nervig war, war der lange Weg vom Ziel bis zu den Garderoben-LKWs. Das hat sicher 45 Minuten gedauert bis man dort war und wurde in einer Riesenmenschenmenge vorangeschoben. Das Duschen war auch klasse. Da ich keine Lust hatte mich in den völlig überfüllten Zelten umzuziehen, habe ich mich vor dem Reichstag direkt vor einem Duschzelt ausgezogen und bin dann nur mit einem Handtuch darein. Da ich auf der Seite des Kanzleramtes war passte der Spruch von einem Schweizer Marathon Läufer sehr gut. Er sagte „Das findet Ihr bestimmt auch mal gut, Eurem Kanzler den nackten Arsch zu zeigen, was?“
Als ich aus der Dusche raus war, bin ich erstmal mit noch etwas wacheligen Beinen in den Zuschauerberech am Ziel gegangen und habe mir ein schönes kaltes Bier gegönnt – LECKER !!!!
Dann die mitgekommenen Zuschauer und Mitläufer-Kollegen suchen und ab ging es zurück in die Heimat.

Der große Lauf

So, nun geht es also los. Wir haben noch einige Stunden bis zur Abfahrt nach Berlin. Wir wollen auf der Fachbesuchermesse unsere Startunterlagen abholen und dann noch ein wenig mit unseren Frauen durch die Stdt schlendern um aus diesem Sportevent einen kleinen Kurzurlaub zu machen, der nicht außschließlich aus dem großen Lauf besteht. Am Mittwoch habe ich meine Beine nochmal komplett leer gelaufen indem 2,5 km mit einem Tempo von etwa 4:00 pro Kilometer gelaufen wurden. Anschließend die Speicher wieder schön mit Nudeln und Obst gefüllt. Ich fühle mich eigentlich sehr gut und denke die 42 km sollten auf jeden Fall machbar sein. der Respekt vor der großen Strecke liegt jedoch sicher etwas im Magen bzw, im Unterbewusstsein.

Auf auf
Henning