Berlin-Marathon 2005

Berlin-Marathon-1
Bombenwetter in Berlin. War sogar zu warm und zu stechend die Sonne. Aber hat einen Riesenspaß gemacht. Weil ich mit der Temperatur nicht gerechnet habe und eine meiner größten Befürchtungen war, zu wenig zu trinken hae ich reichlich zugegriffen. Ich musste sogar bei km 25 in die Büsche gehen um ein paar Becher Wasser wieder abzugeben.

Berlin-Marathon
Bei diesem Bild sieht man schon, dass der Körper nicht so ganz glücklich ist mit der Strapaze, die ihm bei einem Marathon zugemutet wird. Merken tut man das nicht, denn das Adrenalin übertönt alles. Habe sogar erst deutlich nach dem Lauf gemerkt, dass ein Schuh zu fest zugeschnürt war und somit die Zehen im linken Fuß eingeschlafen sind.

Berlin-Marathon
Dieses Bild muss so bei km 35 gewesen sein. Ab km 30 wurde es sauanstrengend. Ich habe vorher immernoch versucht eine Zeit unter 4:00 Stunden zu laufen, aber bei km 30 diesen Plan verworfen und bin deutlich langsamer geworden. Aber die Kilometer wurden unverhältnismäßig länger. Bei den ersten 20 km hat man sich eher erschrocken, dass schon wieder ein km vorbei war, oder man hat gar nicht jeden km mitbekommen. Ab km 30 rechnete ich nach jeder Kurve mit dem nächten Kilometer und wurde oft enttäuscht. Dass ich Geschwindigkeit rausgenommen habe hat sich als richtig erwiesen, denn die letzten 5 km waren an der Grenze und ab km 30 sind bestimmt 5 oder 6 Mitläufer mit denen ich schon seit einiger Zeit im Pulk gelaufen bin ausgestiegen (übergeben), umgefallen, oder haben sich bei einem Versorgungspunkt eine Sitzpause gegönnt.

Berlin Marathon Ziel
Im Ziel ist alles Spitze. Netto-Zeit war 4:19 Stunden (wir Anfänger sind ja etliche minuten nach den Profis und dem Start der Zeitnahme auf die Strecke geschickt worden). Das Einzige, was etwas nervig war, war der lange Weg vom Ziel bis zu den Garderoben-LKWs. Das hat sicher 45 Minuten gedauert bis man dort war und wurde in einer Riesenmenschenmenge vorangeschoben. Das Duschen war auch klasse. Da ich keine Lust hatte mich in den völlig überfüllten Zelten umzuziehen, habe ich mich vor dem Reichstag direkt vor einem Duschzelt ausgezogen und bin dann nur mit einem Handtuch darein. Da ich auf der Seite des Kanzleramtes war passte der Spruch von einem Schweizer Marathon Läufer sehr gut. Er sagte „Das findet Ihr bestimmt auch mal gut, Eurem Kanzler den nackten Arsch zu zeigen, was?“
Als ich aus der Dusche raus war, bin ich erstmal mit noch etwas wacheligen Beinen in den Zuschauerberech am Ziel gegangen und habe mir ein schönes kaltes Bier gegönnt – LECKER !!!!
Dann die mitgekommenen Zuschauer und Mitläufer-Kollegen suchen und ab ging es zurück in die Heimat.

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